Österreich hat seine erste Kanzlerin: Was sich dadurch ändert | NEON.de

Riesenrad_Wien

Nach der Einführung des Frauenwahlrechts brauchte Österreich also noch einmal hundert Jahre, bis am 3. Juni 2019 die erste Frau zur Bundeskanzlerin ernannt wurde. Zwar auch nur übergangsweise – aber immerhin! Für junge Frauen im Land ist das ein positives Signal.

Und es war überfällig, wie die Reaktionen zeigen. In einem Land, in dem nur im Ausnahmefall eine Frau Regierungschefin werden kann, wissen viele nicht, wie sie mit diesem progressiven Bild umgehen sollen. Die logische Folge: Objektifizierung und Sexismus. Kaum wurde Brigitte Bierleins Angelobung verkündet, füllten sich die Foren einiger Zeitungen mit sexistischen Kommentaren. Die Bundeskanzlerin wurde von Society-Redakteuren anhand ihrer Outfits, „prachtvollen Mähne“ und „Beinfreiheit“ analysiert. Vielleicht dauert es noch weitere hundert Jahre, bis Frauen nicht mehr systematisch auf ihr Äußeres reduziert werden. In der Zwischenzeit freue ich mich trotzdem über das historische Ereignis.

Warum, habe ich in diesem Artikel für NEON.de aufgeschrieben. So viel vorweg:

Mit der Angelobung der ersten Bundeskanzlerin und ihrem Kabinett wurde Gender Equality ein Stück weiter in die öffentliche Wahrnehmung gerückt.

Das macht Brigitte Bierlein feministischer, als sie vielleicht sein wollte – mit ersten sichtbaren Folgen.

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