500 Gramm: Schon ein Mensch? | WOMAN

„Nach Hebammengesetz §8 handelt es sich bis zur 500 Gramm-Grenze um eine Fehlgeburt, bei der ‚Sternenkinder‘ namenlos bleiben, die Eltern weder Geburts- noch Sterbeurkunde bekommen. Davon betroffen ist etwa jede siebte Frau – so häufig enden Schwangerschaften frühzeitig, die meisten innerhalb der ersten zwölf Wochen. Neben den seelischen Schmerzen hat das für Frauen auch rechtliche Konsequenzen. Denn: Nach einer Fehlgeburt besteht kein Anspruch auf Mutterschutz.“

Mangelnde ärztliche Aufklärung, körperliche Symptome wie nach einer Geburt und Vertrauensbrüche im sozialen Umfeld – drei betroffene Frauen haben mit mir über ihre Erfahrungen nach ihrer Fehlgeburt gesprochen.
Anlass zur Geschichte gab eine Online-Petition, die 2013 von den Betroffenen initiiert wurde. Ihre Forderung: Die Möglichkeit, ihre totgeborenen Kinder in das Personenstandsregister eintragen zu lassen – unabhängig von der 500-Gramm-Grenze.

Erschienen in WOMAN als Titelgeschichte. Hier den Artikel als PDF lesen.

Nachtrag: Am 22.10.2014 hat der österreichische Nationalrat der geforderten Gesetzesänderung einstimmig zugestimmt, am 14.12.2016 wurde die Gesetzesänderung beschlossen. Seit 01.04.2017 ist es in Österreich möglich, Sternenkinder zeitlich rückwirkend in das Personenstandsregister eintragen zu lassen.

Sternenkinder

Fotos: Nina Horcher

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